Fachvortrag zu häuslicher Gewalt, Kinderschutz und Familienrecht

Anmeldung bis 30. September 2026

Die Kommunale Gleichstellungsstelle des Landkreises Landsberg am Lech lädt im Rahmen des Runden Tisches Häusliche Gewalt Landsberg zu einem Fachvortrag ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 5. Oktober 2026, um 15.45 Uhr im Landratsamt Landsberg am Lech statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Unter dem Titel „Istanbul-Konvention und Kinderschutz bei häuslicher Gewalt – ein (un)lösbarer Widerspruch?“ geht es um eine zentrale Frage familiengerichtlicher Praxis: Wie lassen sich Kindeswohl, Umgangsrecht und Gewaltschutz miteinander vereinbaren? berücksichtigt werden? 

Kinder können häusliche Gewalt unmittelbar erfahren oder als Zeuginnen und Zeugen miterleben. Wenn häusliche Gewalt eine Rolle spielt und Gerichte über Sorge oder Umgang entscheiden, treffen unterschiedliche Schutz- und Rechtspositionen aufeinander. Die Istanbul-Konvention sieht vor, häusliche Gewalt bei Entscheidungen über Sorge und Umgang zu berücksichtigen. Daraus ergeben sich konkrete Anforderungen an Familiengerichte, Jugendhilfe und weitere beteiligte Stellen.

Referentin ist Ulrike Sachenbacher. Sie beleuchtet, welche Handlungsmöglichkeiten Familiengerichte in Fällen häuslicher Gewalt haben und unter welchen Voraussetzungen Umgang geregelt, eingeschränkt oder ausgeschlossen werden kann. Sie informiert über die aktuelle Rechtslage, gesetzliche Entwicklungen und Reformdiskussionen im Sorge- und Umgangsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit von Familiengericht, Jugendhilfe und weiteren beteiligten Stellen.

Ulrike Sachenbacher ist aufsichtführende Richterin am Amtsgericht München, Familienrichterin und Kompetenzpartnerin Kinderschutz für den Oberlandesgerichtsbezirk München. Sie befasst sich seit vielen Jahren mit den Schnittstellen von Familienrecht, Jugendhilfe, Kinderschutz und Opferschutz.

Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und fachlichen Austausch.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus Justiz, Jugendhilfe, Polizei, Beratung, Bildung, Gesundheitswesen und Verwaltung sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Der Zugang ist barrierefrei.

Anmeldung bis 30. September 2026 erforderlich unter https://www.gleichstellung-landkreis-landsberg.de/aktuelles-news/veranstaltungen/ oder über den QR-Code.

Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

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