Geschichte - Teil 4

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Landsberg am Lech, Krankenhaus, von Arch. gem. Rappmannsberger Zemsky-Rehle, München, 1965-1968

1958 nahm Landrat Bernhard Müller-Hahl die Landkreisgeschicke in die Hand. In seiner Amtszeit fand 1972 die Kreis- und Gemeindereform statt. Dabei wurde in Bayern die Zahl der Landkreise halbiert. Nicht zuletzt seiner kommunalpolitischen Arbeit haben wir es zu verdanken, dass der Landkreis Landsberg erhalten blieb. Die Kreisreform führte zur Wiedervereinigung mit der Großen Kreisstadt Landsberg am Lech, die seit 1877 mit einer kurzen Unterbrechung von 1940 bis 1948 den Status einer kreisfreien Stadt hatte. 14 Gemeinden der Nachbarlandkreise Fürstenfeldbruck, Schongau und Kaufbeuren schlossen sich dem Landkreis Landsberg an. Lange vor den ersten Richtlinien des Staates vereinigten sich die ehemals 74 Gemeinden des Landkreises zu 36 leistungsfähigen Gemeinden.

Fünf weitere Gemeinden folgten den staatlichen Vorschlägen, so dass sich der Landkreis Landsberg am Lech seit 1972 aus den Gebieten von 31 Gemeinden zusammensetzt. Unvergessen bleiben die persönlichen Verdienste von Landrat Bernhard Müller-Hahl im kulturellen, heimatkundlichen und künstlerischen Bereich.

Von Mai 1984 bis April 2002 führte Landrat Erwin Filser die Geschicke des Landkreises Landsberg am Lech In seine Amtszeit fallen Maßnahmen wie die Generalsanierung des Lechtalbades Kaufering, die Erweiterung und Modernisierung des Kreisseniorenheims Theresienbad in Greifenberg und der Neubau des Kreisseniorenheimes in Vilgertshofen. Der Neubau der Schule zur individuellen Sprachförderung, die Erweiterung der Staatlichen Realschule für Knaben in Schondorf am Ammersee und der Johann-Winklhofer-Realschule in Landsberg waren neben dem Landratsamtneubau ebenfalls Großprojekte, die unter seiner Leitung realisiert wurden. Besonderes Augenmerk legte Landrat Erwin Filser, neben seinem sozialen Engagement, vor allem auf die vielfältigen Probleme der Abfallentsorgung. Landrat Filser gehörte außerdem von 1974 bis 2002 dem Oberbayerischen Bezirkstag an und war von 1998 bis 2000 Präsident des Bezirks Oberbayern. Von 1972 bis 1984 war er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Apfeldorf.

Vom 1. Mai 2002 bis 30.04.2014 war Walter Eichner (CSU) Landrat des Landkreises Landsberg am Lech.

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Landsberg am Lech, Staatliche Berufsschule, 1983, von Büro Keiner und Köhler

Von Anfang an stand für Landrat Eichner das Schulwesen im Zentrum der Kreispolitik. Die Neugründung des Ammerseegymnasiums in Dießen, Gründung und Bau der Realschule in Kaufering, die Erweiterungsbauten aller übrigen Schulen in der Trägerschaft des Landkreises waren zukunftsweisende Beschlüsse und Maßnahmen in seiner bisherigen Amtszeit. Einen weiteren Schwerpunkt legt Landrat Eichner auf die Fortsetzung des Reformprozesses der Landkreisverwaltung zum modernen Dienstleistungsunternehmen. Zielen wie praktizierte Bürgernähe, effizientes Verwaltunghandeln und ein Haus der „kurzen Wege“ konnte durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Ausdehnung der Öffnungszeiten, zunehmende Angebote über Internet und die Einführung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten ein großes Stück näher gekommen werden.

Seit 1. Mai 2014 ist Thomas Eichinger (CSU) Landrat des Landkreises Landsberg am Lech