Wappen

Landkreiswappen neu

Unter einem von Weiß und Blau gerauteten Schildhaupt, gespalten von Rot und Silber, vorne ein goldener Adler, hinten ein aufsteigender roter Löwe.

Nach dem Gutachten des Bayerischen Staatsarchivs München führt der Landkreis ein historisch beziehungsreiches, in seiner Gestaltung einfaches und klares Wappen, das in gleicher Form bei keiner anderen Körperschaft zu finden ist.

Das Schildhaupt trägt die bayerischen Rauten (Wecken), weiß und blau, als Hinweis auf die stete Zugehörigkeit zu Altbayern und zum Hause Wittelsbach. Die strukturelle Unterscheidung in einen nördlichen und einen südlichen Kreis (Ober- und Unterland) soll durch den gespaltenen Schild versinnbildlicht sein. Durch die Feldfarben Rot und Weiß ist zugleich die seit alters her bis heute bestehende kirchliche Zugehörigkeit zum Bistum Augsburg festgehalten. Diesen von Rot und Weiß gespaltenen Schild führt der Bischof von Augsburg (Hochstift) seit dem 13. Jahrhundert. Die Farbenzusammenstellung ist damit auch künstlerisch gelöst.

Die südliche beziehungsweise östliche Hälfte des Landkreises erschien am besten versinnbildlicht durch den Alder aus dem Wappen der Grafen von Dießen-Andechs, der auch im späteren Klosterwappen erscheint. Unter deren Herrschaft stand ein großes Kreisgebiet, ehe es die Wittelsbacher im 13. Jahrhundert unter ihre Fahne vereinigten.

Das nördliche und westliche Kreisgebiet war bis zum 13. Jahrhundert welfisches Hausgut mit den bedeutenden Sitzen am Lech. Symbol der Welfen ist der Löwe, nachgewiesen seit Herzog Heinrich dem Löwen (1156-1180). Da die besondere innere Verflechtung des Lechrains mit den welfischen Herzögen in die frühheraldische Zeit fällt, wurde aus den wechselnden Wappenformen der aufsteigende Löwe gewählt.