Mobilitätsbildung im Landkreis Landsberg: Busschule an der Johann-Winklhofer-Realschule

Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen üben für einen sicheren Schulweg

In Zusammenarbeit mit dem Regionalverkehr Oberbayern (RVO) Weilheim hat das Landratsamt Landsberg am Lech bereits im zweiten Jahr eine Busschule organisiert, um Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen ein Gefahrenbewusstsein auf ihrem täglichen Schulweg zu vermitteln.

Der Mobilitätsexperte Ulrich Kranz von der RVO gestaltete die Stunde rund um die Sicherheit im und am Bus mit Enthusiasmus, Empathie und einem kleinen Augenzwinkern. Als erfahrener Busfahrer weiß er genau, wovon er spricht. Die Fünftklässler hatten schon eine sehr gute Vorstellung davon, wie lang (12m) und wie schwer (12t) ein Bus sein kann. Die Fragen zum toten Winkel – es gibt vier davon (rechts, links, vorne, hinten) - wurden souverän gelöst. 

Spannend wurde es, als die Busschul-Stunde nach draußen verlegt wurde und Herr Kranz die Kraft, die auf einem einzigen Rad des Busses liegt (ca. drei aufeinander stehende Elefanten) demonstrierte. Eine Wasserflasche platzte beim Überfahren mit dem Bus und einige Kinder erhielten eine kleine Dusche. 

Auch beim Warten an der Haltestelle sind ein paar Dinge zu beachten: Nicht Rangeln, Laufen oder wild Herumtoben. Das wussten die Schülerinnen und Schüler ganz genau, auch dass die weiße Linie an der Haltestelle nicht der Verschönerung dient oder keine Einladung zum Balancieren, kein Startblock für den Sprint zum Bus und schon gar kein Bühnenrand für spontane Wartekunst ist. Die weiße Markierung kennzeichnet den Mindestabstand zur Bordsteinkante. Wer hinter ihr bleibt, hält den nötigen Sicherheitsabstand zu den einfahrenden Bussen ein. 

Von der praktischen Verkehrserziehung an der Johann-Winklhofer-Realschule konnte sich auch Landrätin Daniela Groß überzeugen: „Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit der RVO-Busschule. Herr Kranz gestaltet das Bustraining großartig: er sensibilisiert die Kinder für die Gefahren rund um den Bus und schafft es zugleich, mit Humor und bildhaften Vergleichen dafür zu sorgen, dass sich das Gelernte dauerhaft einprägt. Mein Dank gilt auch den Schulleitungen, die dieser Schulung Raum im Stundenplan geben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zu einem sicheren Schulweg unserer Kinder."

„Mobilitätsbildungsangebote für Schüler wie die RVO-Busschule greifen wegen des hohen Praxisbezuges und der aktiven Einbeziehung der Kinder in diesen speziellen Unterricht“, so Anna Rudlof vom Landratsamt Landsberg am Lech. „Die Busschule spricht durch nachgespielte Szenen, durch Sehen, Hören und selbst Ausprobieren alle Sinne der Kinder an, womit ein nachhaltiges Lernen gefördert werden kann. Die Kinder hatten großen Spaß beim Training mit Herrn Kranz, sie waren sehr interessiert und haben toll mitgemacht. Wir werden die RVO-Busschule auch im kommenden Jahr allen Schulen in unserem Zuständigkeitsbereich anbieten.“

Fotos: Julian Leitenstorfer

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