Kulturförderpreis des Landkreises Landsberg geht an drei junge Kulturschaffende

Daniela Janker
Ludwig Spöttl
Regina Hinterbichler

Daniela Janker, Regina Hinterbichler und Ludwig Spöttl werden für ihr künstlerisches und kulturelles Engagement ausgezeichnet

Der Kulturförderpreis des Landkreises Landsberg am Lech geht in diesem Jahr an Daniela Janker, Regina Hinterbichler und Ludwig Spöttl. Ausgezeichnet werden drei junge Kulturschaffende, die sich auf unterschiedliche Weise in den Bereichen Musik, Heimat- und Brauchpflege sowie Film und Fotografie engagieren. 

Der Kulturförderpreis richtet sich insbesondere an junge Künstlerinnen und Künstler. Er soll deren künstlerisches Wirken sichtbar machen, Anerkennung für das bisher Erreichte geben und zugleich ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und die eigene künstlerische Entwicklung konsequent fortzusetzen. 

Daniela Janker – Musik, Musik, Musik 
Daniela Janker kann bereits auf einen langjährigen und vielseitigen musikalischen Werdegang zurückblicken. Ihre musikalische Ausbildung begann mit der Blockflöte und wurde durch Klavier sowie später Orgel und Klarinette ergänzt. Von 2008 bis 2020 war sie Mitglied des Jugendchors „Engelszungen“. 

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer musikalischen Entwicklung war die langjährige Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“. Zwischen 2011 und 2020 nahm sie jährlich in den Kategorien Klavier und Blockflöte teil und wurde dreimal mit einem Bundespreis ausgezeichnet. 2015 erhielt sie zudem einen Steinway-Sonderpreis. 

Erfahrungen als Musikerin sammelte sie unter anderem bei Musicals im Stadttheater Landsberg und bei Benefizveranstaltungen. Von 2018 bis 2022 war sie als Kantorin tätig und leitete zeitweise ein Ensemble. 2020 begann Janker ihr Lehramtsstudium für das Gymnasium mit den Fächern Musik und Englisch an der LMU sowie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater München mit den Hauptfächern Klavier und Klarinette. Parallel dazu wirkte sie an verschiedenen Chorprojekten und Benefizkonzerten mit. Seit 2024 gehört sie dem Bayerischen Landesjugendpopchor an. 

Regina Hinterbichler – Heimat und Tradition 
Regina Hinterbichler widmet sich seit vielen Jahren der Pflege und Weitergabe bayerischer Kultur und Tradition. Seit 2003 ist sie Mitglied im Heimat- und Trachtenverein „D’Ammertaler“ Dießen/St. Georgen e. V.. Seit 2020 ist sie dort erste Jugendleiterin und betreut eine rund 30-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter von vier bis 16 Jahren. 

Sie vermittelt Volkstanz, Schuhplatteln, bairischen Gesang und regionale Bräuche und organisiert unter anderem jährlich ein Weihnachtstheater. Darüber hinaus begleitete sie Theateraufführungen und Jugendaustausche mit den USA und Lomnice. Für die Vereinsjugend entstand ein Pixibuch in Mundart. 

Seit 2021 verantwortet Hinterbichler im Verein den Bereich BraMuLa – Brauchtum, Mundart und Laienspiel. Ihr Engagement reicht darüber hinaus: Als Jugendreferentin im Spielmannszug Dießen setzt sie sich für die musikalische und gemeinschaftliche Förderung junger Menschen ein. Seit 2025 ist sie Gaujugendleiterin der Heimat- und Trachtenvereinigung „Huosigau“ sowie Mitglied des Landesjugendausschusses des Bayerischen Trachtenverbands. Sie organisiert unter anderem Fortbildungen für Jugendleitungen und Vortänzer sowie das Gaujugendzeltlager.

Ludwig Spöttl – visuelle Geschichten mit neuen Perspektiven 
Der Fotograf und Filmemacher Ludwig Spöttl versteht sich als „Visual Storyteller“. Seine authentische, menschennahe und emotionale Bildsprache verbindet Fotografie und Film und eröffnet neue Perspektiven auf persönliche und gesellschaftliche Themen. 

Nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Bayerischen Rundfunk studierte Spöttl Fotodesign an der Hochschule München. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Porträts und visuelle Erzählungen über Lebensphasen, Identität, persönliche Geschichten und Fragen von Gerechtigkeit. 

Zu seinen aktuellen Arbeiten gehört ein 67-minütiger künstlerischer Dokumentarfilm über die Büste der Nofretete und die Themen Raubkunst, Identität und Gerechtigkeit. Mit dem Projekt „einfach nur weg“ beschäftigte er sich mit persönlichen Gegenständen und dem Aufbruch in neue Lebensabschnitte. Die dabei entstandenen Arbeiten präsentierte er im Rahmen seines seit 2024 bestehenden Walter-Rose-Atelierstipendiums im atelierRose in Schondorf am Ammersee. 

Seine Arbeit findet auch über die Region hinaus Beachtung: Das Format „Pop Secret Stories“, an dem Spöttl beteiligt ist, wurde für den Grimme-Preis 2026 in der Kategorie „Unterhaltung“ nominiert. 

Die Verleihung des Kulturförderpreises findet im Rahmen eines Festakts am Freitag, 20. November 2026, um 19.30 Uhr im Stadttheater Landsberg statt. Im Mittelpunkt des Abends stehen die drei Preisträgerinnen und Preisträger und ihre unterschiedlichen künstlerischen Wege. Der Festakt bietet zugleich Gelegenheit, das vielfältige kulturelle Engagement junger Menschen im Landkreis sichtbar zu machen und gemeinsam zu würdigen. 

Durch den Abend führt der bekannte Moderator Thorsten Otto. 

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung über kultur@lra-ll.bayern.de möglich.

Fotos: Julian Leitenstorfer

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