Der Kreistag des Landkreises Landsberg am Lech hat in seiner Sitzung am 29. September die Kreisheimatpfleger für die kommenden Jahre neu bestellt. Wiederbestellt wurde Magnus Kaindl. Neu in das Amt berufen wurden Dr. Werner Fees-Buchecker und Dominik Walser.
Mit der Kreisheimatpflege verfügt der Landkreis über eine wichtige fachliche und beratende Stelle für die Bewahrung und Vermittlung des regionalen kulturellen Erbes. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Beratung von Museen und heimatpflegerisch tätigen Vereinen, die Unterstützung der Denkmalschutzbehörden, die Begleitung von Planungs- und Bauvorhaben sowie Vorträge und Veröffentlichungen zu historischen, kunsthistorischen, denkmalfachlichen und volkskundlichen Themen. Auch die Zusammenarbeit mit den Ortschronisten und dem Historischen Verein Landsberg am Lech gehört zum Aufgabenfeld.
Magnus Kaindl, M.A. – bewährte Arbeit für Brauch- und Volkskultur
Magnus Kaindl wurde als Kreisheimatpfleger für den Bereich Brauch- und Volksmusikpflege zum zweiten Mal bestellt, das erste Mal im Jahr 2021.
Seit 2018 leitet er den Fachbereich Volkskultur im Kulturreferat der Landeshauptstadt München. In seiner Tätigkeit als Kreisheimatpfleger für den Landkreis Landsberg am Lech verbindet er die Pflege überlieferter regionaler Kulturformen mit zeitgemäßen Vermittlungsangeboten. Dazu gehören unter anderem Musik, Gesang und Tanz.
Auch bei Veranstaltungen des Landkreises ist Magnus Kaindl regelmäßig aktiv. So gestaltete er zuletzt unter anderem den Familienkulturtag mit.
Dr. Werner Fees-Buchecker – ausgewiesener Kenner der Regionalgeschichte
Mit Dr. Werner Fees-Buchecker kommt ein ausgewiesener Historiker mit langjähriger Verbindung zum Landkreis in die Kreisheimatpflege. Der 1960 in Hausham geborene Historiker studierte Bayerische Landesgeschichte sowie Kunstgeschichte und mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1988 schloss er sein Studium als Magister Artium ab, 1995 promovierte er zum Dr. phil.
Seine berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit ist seit vielen Jahren eng mit der Geschichte und Kultur von Landsberg am Lech und der Region verbunden. Bereits 1991 begann Fees-Buchecker als Stadtführer in Landsberg. Zwischen 1996 und 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neuen Stadtmuseum Landsberg am Lech. Von 2009 bis 2021 engagierte er sich zudem als Stadtheimatpfleger von Landsberg am Lech.
Seit 2021 ist Fees-Buchecker als Gemeindearchivar der Gemeinde Igling tätig. Daneben arbeitet er als freier Historiker und ist Vorsitzender des Historischen Vereins Landsberg am Lech sowie Schriftleiter der „Landsberger Geschichtsblätter“.
Seine umfangreiche Erfahrung in der Regional- und Ortsgeschichte bringt er nun in die Kreisheimatpflege ein.
Dominik Walser – junge Perspektive auf Denkmalschutz und Geschichte
Mit Dominik Walser wird zugleich eine junge Fachkraft neu in die Kreisheimatpflege berufen. Der Jahrgang 2001 stammt aus dem Landkreis und besuchte das Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg am Lech. Nach einem Studium der Geschichte mit Nebenfach Klassische Archäologie absolvierte er von 2021 bis 2024 das Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern.
Seit August 2025 ist Walser als Sachbearbeiter im Bereich Denkmalschutz am Landratsamt Weilheim-Schongau tätig. Zuvor arbeitete er dort im Bauamt. Damit verbindet er historische und archäologische Fachkenntnisse mit praktischer Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung und im Denkmalschutz. Auch ehrenamtlich engagiert sich Walser für Geschichte: Er arbeitet im Römisch-Keltischen Museum Reichling mit.
Mit der Wiederbestellung von Magnus Kaindl sowie der Berufung von Dr. Werner Fees-Buchecker und Dominik Walser verbindet der Landkreis langjährige Erfahrung mit neuen fachlichen Perspektiven. Gemeinsam sollen die Kreisheimatpfleger dazu beitragen, die vielfältige Geschichte, Baukultur, Archäologie und lebendige Kultur des Landkreises zu bewahren, sichtbar zu machen und an kommende Generationen weiterzugeben.
Fotos: Julian Leitenstorfer