Die jährliche Sitzung der bayerischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten fand in diesem Jahr im Stephanshof in Bamberg statt. Rund 55 Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Bayern kamen zusammen, um sich zu aktuellen gleichstellungspolitischen Themen auszutauschen, Schwerpunkte zu setzen und Beschlüsse zu fassen.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden unter anderem von Bambergs Oberbürgermeister Sebastian Martins Niedermaier sowie per Videobotschaft von Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Die Ministerin betonte die zentrale gesellschaftliche Bedeutung der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Wichtigkeit der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten vor Ort. In ihrem Grußwort sicherte Ulrike Scharf den Gleichstellungsbeauftragten auf Grundlage des novellierten Gleichstellungsgesetzes die Unterstützung der Staatsregierung zu. Die Ministerin verstehe sich als Anwältin für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Bayern und betonte: „Wer Frauen Steine in den Weg legt, bremst ganz Bayern aus.“
Inhaltliche Schwerpunkte der zweitägigen Tagung waren unter anderem die Umsetzung des novellierten Bayerischen Gleichstellungsgesetzes, die anstehenden Gleichstellungskonzepte in den Kommunen sowie das Gewalthilfegesetz. Angesichts der weiterhin hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen und Mädchen wurde zudem die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit antifeministischen Strömungen und Angriffen auf demokratische Grundwerte. Dazu war die Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus zu Gast. Außerdem berichteten verschiedene Arbeitsgruppen der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen, unter anderem aus dem Bayerischen Landesfrauenrat, der Bundesarbeitsgemeinschaft und der AG Gewalt.