Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter bayerischer Ausbildungsverbünde Pflege kamen am 15. Juli 2026 im Landratsamt Landsberg am Lech zum zweiten bayernweiten Vernetzungstreffen zusammen.
Ausbildungsverbünde bringen Pflegeschulen, Träger der praktischen Ausbildung und weitere Praxiseinrichtungen zusammen. Sie koordinieren die Zusammenarbeit, unterstützen bei der Organisation der Praxiseinsätze und tragen damit zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung und zur Sicherung des Pflegenachwuchses bei.
Das Format wurde 2025 auf Initiative der Koordinatorin des Ausbildungsverbundes Chamer Land ins Leben gerufen. Nach dem ersten Treffen im November 2025 fand die zweite Veranstaltung nun in Landsberg am Lech statt. Ziel ist es, den Austausch der Ausbildungsverbünde dauerhaft zu stärken, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.
Neben den Ausbildungsverbünden waren auch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, die Vereinigung der Pflegenden in Bayern, die Regierung von Mittelfranken sowie das Bayerische Landesamt für Pflege mit den Mentorinnen und Mentoren für Pflege vertreten.
Ein fachlich vielseitiges Programm bot zahlreiche Impulse zu aktuellen Themen der Pflegeausbildung und der Pflegefachassistenzausbildung. Weitere Schwerpunkte waren das beschleunigte Fachkräfteverfahren sowie die Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte und Auszubildender.
Die Vorträge wurden von Fachleuten aus den beteiligten Institutionen gestaltet. Zu den Referenten zählte auch Rainer Ammende, ehemaliger Leiter der Akademie der München Klinik, langjähriger Vorsitzender des BLGS-Landesverbands Bayern und Mitglied im Deutschen Bildungsrat für Pflegeberufe, der seine Erfahrung in der Pflegebildung einbrachte.
„Eine hochwertige Pflegeausbildung braucht starke Netzwerke und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Vernetzungstreffen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, betonte der stellvertretende Landrat Markus Wasserle.
Neben den fachlichen Impulsen blieb Raum für den persönlichen Austausch. An Themeninseln diskutierten die Teilnehmenden gemeinsame Herausforderungen, bewährte Ansätze und Unterstützungsbedarfe.
Fotos: Leitenstorfer