„Armut, die“ Substantiv, feminin Ar I mut“ – war das Motto der diesjährigen 28. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands (am 15.-17.09.2024) die zugleich das 40-jährige Jubiläum der Bundesarbeitsgemeinschaft feierte. Factsheet Frauenarmut (PDF)
Die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte, Frau Susanne Stegmaier, war mit dabei und lenkt zum heutigen internationalen Tag der Armut - am 17. Oktober 2024 - den Fokus auf dieses oft unterschätzte Thema: Frauenarmut. Trotz rechtlicher Fortschritte in der Gleichstellung sind Frauen in Deutschland nach wie vor überproportional von Armut betroffen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Frauen im Alter, Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen mit Behinderung.
Die Lohn- und Rentenunterschiede zwischen Männern und Frauen tragen entscheidend zu dieser Ungerechtigkeit bei. Frauen übernehmen oft den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, was sich negativ auf ihre finanzielle Sicherheit im Alter auswirkt.
Neben viel fachlichem Input nahm am zweiten Tag vor allem die Abstimmung über die Anträge aus den Landesarbeitsgemeinschaften eine zentrale Stellung ein. Die Gleichstellungsbeauftragten stimmten unter anderem diesen wichtigen Forderungen an die Bundesregierung zu:
- Abschaffung des Ehegattensplittings zur Überwindung tradierter Geschlechterrollen und Aufgabenverteilung innerhalb von Ehen
- Verbesserung der Situation ungewollt Schwangerer
- In Umsetzung der Istanbul-Konvention mit dem Gewalthilfegesetz geschlechtsspezifische Gewalt zügig und wirkungsvoll bekämpfen
- Proaktive, aufsuchende Krisenintervention und Beratung für Kinder nach Vorfällen von Partnerschaftsgewalt
Die Gleichstellungsbeauftragte betont: „Treten wir gemeinsam ein für mehr Geschlechtergerechtigkeit!“

