Safe Space

(von links) Eva Haslbeck, Emma Krippner, Luna Daisenberger, Susanne Stegmaier, Franziska Haas, Constanze Kastenhuber, Maike Benda und Michael Horndasch Foto:JUlian leitenstorfer

Erstmals auf der beliebten Landsberger Wiesn

Die Landsberger Wiesn feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum des beliebten Volksfestes mit Rummel, Wiesn-Zelt und vielen Gästen bieten Fachstellen des Landratsamtes am zweiten Wiesn-Samstag, 20. Juni 2026, erstmals einen Safe Space an.

Das niedrigschwellige Angebot ist eine Kooperation der Jugendschutzstelle des Amtes für Jugend, Familie, Bildung und Soziales, der Fachstelle für Suchtprävention des Gesundheitsamtes und der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes Landsberg am Lech.

Ein Wiesn-Besuch soll Spaß machen – beim Schlendern über den Rummel ebenso wie beim Feiern im Wiesn-Zelt. „Damit sich möglichst alle sicher fühlen können, setzen wir mit dem ersten Safe Space ein klares Zeichen: Feiern, gegenseitige Achtsamkeit und Respekt gehören zusammen. Der aktive Schutz von Mädchen und Frauen steht dabei besonders im Fokus“, betonen die Fachleute gemeinsam mit dem Initiativkreis Frauenhaus e.V. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen freiwilligen Helferinnen, die das Angebot unterstützen.

Engagierte junge Frauen sind als Awareness-Teams auf dem Festgelände unterwegs. Sie machen mit QR-Codes auf den Safe Space aufmerksam, verteilen Wasserflaschen zur Alkoholprävention sowie Informationen und Schutzmaterial zum Thema K.-o.-Tropfen und sind als Ansprechpersonen sichtbar präsent.

Im Safe Space sind alle willkommen: zum Wasserholen, für eine kurze Pause, mit einer Frage oder zur Nutzung einer sicheren Toilette. Geschulte Ansprechpersonen bieten vor Ort einen geschützten Rückzugsraum, hören zu und helfen, zur Ruhe zu kommen oder bieten Hilfe beim Aufladen vom Handy. Besuchende erhalten Unterstützung, wenn sie sich unwohl, bedrängt, belästigt, bedroht oder überfordert fühlen. Bei Bedarf und auf Wunsch vermitteln die Ansprechpersonen an weitergehende Hilfen.

Ein großer Dank geht an die Stadt Landsberg, die in unmittelbarer Nähe einen zusätzlichen Toilettenwagen bereitstellt. Auch die Veranstalter und der Sicherheitsdienst sind in das Konzept eingebunden. Der Standort wird vor Ort ausgeschildert; zusätzlich führen QR-Codes zum Safe Space. Gefördert wird das Angebot vom Alkoholpräventionsprogramm „HaLT – Hart am Limit“. Der Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V. spendet Decken und unterstützt die geschützte Anlaufstelle mit ehrenamtlichen Helferinnen.

Mit dem ersten Safe Space auf der Landsberger Wiesn setzen alle Beteiligte zum 30-jährigen Jubiläum des Volksfestes ein deutliches Zeichen für Sicherheit, Selbstbestimmung und gegenseitige Verantwortung. Feiern soll Freude machen – und alle sollen sich dabei respektiert und gut aufgehoben fühlen können.

Die Erfahrungen aus diesem ersten Einsatz sollen gemeinsam mit allen Verantwortlichen genutzt werden, um das Angebot in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

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