Der Kulturförderpreis des Landkreises Landsberg am Lech wird seit 1997 jährlich vergeben. Mit diesem Preis werden junge Künstlerinnen und Künstler, die auf den Gebieten der Heimat- und Brauchpflege, der Musik, Literatur sowie der bildenden und darstellenden Kunst besonders hervorragende Leistungen erbracht haben. Die Entscheidung über die Preisvergabe erfolgt durch den Kulturausschuss, Vorschläge können von den Kreisrätinnen und Kreisräten eingebracht werden. Der Geldpreis i.H. von 5.000,- Euro wird gestiftet von der Sparkasse Landsberg-Dießen und konnte seit seiner Einführung bereits über 80mal an Einzelpersonen und Gruppen vergeben werden.
2023 teilten sich drei junge Künstlerinnen und ein Künstler aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen das Preisgeld i.H. von 5.000,- Euro.
Mit dem diesjährigen Kulturförderpreis wurden folgende Nachwuchstalente ausgezeichnet:
- Nils Hegner (16), Landsberg, Tanz: Schwerpunkt Ballett
- Essie Kramer (29), Berlin (geb. in Landsberg), Design: Schwerpunkt Modedesign
- Amy Bippus (18), Landsberg, Musik: Schwerpunkt Gesang
- Betty Baldauf (25), Künstlername Caiva, Landsberg, Musik: Schwerpunkt elektronische Musik, DJ
Abend mit BR-Moderator Thorsten Otto
Durch den Abend führte der bekannte BR-Moderator Thorsten Otto, der sich exzellent vorbereitet, begeistert, vergnügt, sympathisch und empathisch zeigte. In kurzen Gesprächen stellte er die Preisträgerinnen und den Preisträger vor. Darüber hinaus gewährten alle Nominierten auf unterschiedliche Art und Weise Einblick in ihr Schaffen – unterstützt von Laudatorin und Laudatoren.
Nils Hegner begeisterte mit zwei Tanzdarbietungen: Mit einer Variation aus dem Ballett „Napoli“ und dem Solo aus „Chroma“. Die berührende Laudatio auf Nils Hegner hielt seine Lehrerin, sie unterrichtet ihn seit seinem vierten Lebensjahr, und Leiterin von Ballett & Tanzstudio Beatrix Klein.
Amy Bippus präsentierte zwei Eigenkompositionen: „Frieden heißt für mich“, unterstützt und begleitet vom Jugendchor der Pfarrei Mariä Himmelfahrt unter der Leitung von Marianne Lösch, und „Have you ever felt?“ – zum Abschluss sang Amy Bippus noch ihre Interpretation des Abba-Songs „Mamma Mia“- spätestens dann stand der Saal Kopf.
Die 3. Künstlerin, deren Werk vorgestellt wurde, war die Modedesignerin Essie Kramer, sowohl die Rede ihres Laudators als auch die von ihr mitgebrachte Präsentation „Essie Kramer – transdisziplinäre Designerin“ erfolgten per Video. Mit ihrem Videobeitrag thematisierte Essie Kramer den Zusammenhang von Mode und Angst und bereitete diesen eindrücklich auf.
Angst ist auch das Thema ihrer Master-Arbeit. Im Gespräch mit Thorsten Otto konnte sie das Gesehene erklären und vertiefen.
Last but not least sprach Franz Hartmann, Objektkünstler und Initiator von „Kunst hält Wache“ über den Werdegang von Betty Baldauf Caiva. Seine Ausführungen wurden von Caivas begeisterter und begeisternder Videobotschaft unterstrichen – Techno Sound ließ den Zuschauerraum im Stadttheater beben… Caiva ist seit Anbeginn eine zielstrebige Künstlerin– eine Suchende und Findende und sie ist auch eine Reisende, daher konnte sie an der Preisverleihung nicht persönlich teilnehmen, ein Umstand, den sie sehr bedauert hat.
Nach dem kurzweiligen Abend konnte man sich im Foyer beim Buffett über das Gehörte und Gesehene austauschen und die kleine Designausstellung von Essie Kramer auf der Empore besuchen.
Fotos Leitenstorfer:




