Mit der Ausstellung „Rutschpartien – Eislaufen, Eisstockschießen, Eineisen rund um Lech und Ammersee“ eröffnete die Kreisheimatpflege im „kulturschauplatz“ gestern Abend eine eindrucksvolle Zeitreise: zurück in jene Winter, in denen zugefrorene Seen und Teiche selbstverständlich zum Alltag gehörten.
Kreisheimatpflegerin Carmen Jacobs hob das starke Gemeinschaftsengagement hinter der Ausstellung hervor: Historische Fotografien, Berichte und Objekte aus der volkskundlichen Sammlung und aus Ortsmuseen zeigen, wie vielfältig frühere Wintertage auf dem Eis waren. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Ortschronisten, den Mitarbeitern der Ortsmuseen und allen Leihgebern. Landrat Thomas Eichinger betonte, wie wertvoll dieses Projekt ist – weil es das Gedächtnis unserer Region bewahrt und Heimat spürbar macht.
Künstlerisch spannt die Ausstellung einen besonderen Bogen: Die Werke der Kunstpreisträgerin 2024, Angelika Böhm-Silberhorn, treffen auf historische Schätze aus dem Gestalt-Archiv Hans Herrmann in Schondorf. Durch die poetische Umrahmung von Monica Calla entstand eine besondere Verbindung von Kunst und Poesie. Für lebendige Momente sorgte Matthias Peischer, kommunaler Jugendpfleger und Weltmeister im Eisstockschießen, der seine Leidenschaft für diesen Traditionssport mit den Gästen teilte.
„Rutschpartien“ ist bis 20.02.2026 im Landratsamt Landsberg am Lech zu den Öffnungszeiten zu sehen.
Wir wünschen viel Freude beim Entdecken!
Fotos: Leitenstorfer



