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Blauzungenkrankheit - neue Verbringungsregeln ab 18. Mai 2019

Landkreis Landsberg im Sperrgebiet

Ein im Februar 2019 festgestellter Fall der Blauzungenkrankheit im Landkreis Rems-Murr führt dazu, dass die gesetzlich vorgeschriebene 150-km-Schutzzone (sog. Restriktionszone) sich nun bis nach Oberbayern erstreckt, so dass auch der Landkreis Landsberg am Lech mit Allgemeinverfügung zum Sperrgebiet erklärt werden muss.

Vom Sperrgebiet betroffen sind auch das gesamte Allgäu sowie die oberbayerischen Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Pfaffenhofen, Neuburg/Donau und Eichstätt sowie die Stadt Ingolstadt. 


In der Folge ist der Handel und das Verbringen von empfänglichen Tieren (neben Schafen, Ziegen und Rindern auch Kamelartige wie z. B. Lamas und Alpakas) erschwert. Diese dürfen aus diesem Gebiet nur in freie Gebiete verbracht werden, wenn die Tiere gegen BTV-8 geimpft sind oder innerhalb von sieben Tagen vor dem Transport mit negativem Ergebnis auf BT untersucht wurden. Für Tiere, die innerhalb des Restriktionsgebietes verbracht werden, sind entsprechende Erklärungen der Tierhalter zum Gesundheitsstatus notwendig.

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease - BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen und andere Tiere nicht gefährlich. Nachdem Deutschland in den Jahren 2006-2009 von der Blauzungenkrankheit betroffen war, war es von 2012 bis Dezember 2018 offiziell frei von dieser Tierseuche.

Bei Fragen hilft auch das Veterinäramt unter der Tel-Nr. 08191/129-1374 weiter.


Weitere Informationen:

Tierhaltererklärungen

geimpfte Schafe/Ziegen

ungeimpfte Schafe/Ziegen

Schlachttiere

Verbringen innerhalb des Sperrgebietes