Landrat Thomas Eichinger besuchte vergangene Woche mit der Isana Naturfeinkost GmbH & Co. Produktions- und Handels KG einen der zentralen Lebensmittelhersteller im Landkreis, der mit seiner deutschlandweit bekannten Marke BIOVERDE in zahlreichen Biosupermärkten vertreten ist. Beim Besuch des Unternehmenshauptsitzes in Eresing, das seit knapp 30 Jahren dort Verwaltung, Lager und Produktion beheimatet, zeigte sich der Landrat beeindruckt von dem durchdachten Prinzip der ausschließlich ökologisch ausgerichteten Produktion und Weiterverarbeitung. An dem Termin nahmen auch Wirtschaftsförderin Stella Altenburg sowie Sachgebietsleiter für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung Rainer Mahl teil.
Gegründet 1983 in Seefeld gilt die ISANA Naturfeinkost GmbH seit über 40 Jahren als Biopionier im Bereich von Naturfeinkostprodukten - und seit knapp 30 Jahren hat sie ihren Sitz am nordöstlichen Rand des Landreises Landsberg am Lech in Eresing. Schon zu Beginn der 1990er Jahre wurden sämtliche Produkte, Inhaltsstoffe und Rohstoffe zu 100 Prozent auf bio umgestellt, damals beginnend mit Fetakäse und Oliven, beides in Zusammenarbeit mit griechischen Produzenten. Die Firma hat sich über die Jahrzehnte zunehmend vergrößert bzgl. Sortiment, Produktvielfalt, Mitarbeiterzahl und auch auf dem Produktionsgelände nahe Geltendorf. Heute arbeiten über 200 Mitarbeitende (davon 160 in Eresing) für den Betrieb.
Mit der Marke BIO-VERDE ist das Unternehmen seit 1986 auf dem Biomarkt bekannt und deutschland- und europaweit mit seinen Feinkostprodukten (Soßen, Brotaufstriche, Antipasti, internationale Käsespezialitäten und frische Teigwaren) im Großhandel sowie in knapp 2200 Naturkostläden und Biosupermärkten in Deutschland vertreten.
Gleichbleibend ist stets der hohe Anspruch an die biologische Qualität der Produkte. Geschäftsführer Thomas Hörl ist der Auffassung, dass biologisch erzeugte Lebensmittel aufgrund ihrer Natürlichkeit und Unbehandeltheit, d.h. ohne Aroma- oder Konservierungsstoffe, von Haus aus einfach besser schmeckten und daher die ideale Voraussetzung für Produkte mit bestmöglichen Geschmack seien. Bei einer kleinen Verkostung durften sich die Besucherin und Besucher des Landratsamtes direkt vor Ort von der Vielfalt dieser Geschmacks- und Produktrichtungen überzeugen, für deren Verwendung ausschließlich Rohstoffe aus ökologischem Landbau verwendet werden, immer möglichst regional – beispielsweise sogar Kichererbsen aus Österreich.
Das starke Engagment im nachhaltigen, fairen und ressourcenschonenden Wirtschaften und Produzieren zeigt sich auch in der ständigen Optimierung der eigenen Produktverpackungen sowie in der Bemühung um die Nachhaltigkeitszertifizierung CSE (Certified Sustainable Economics). Mit dieser anspruchvollsten Zertifizierung im Unternehmensbereich wurde ISANA 2021 ausgezeichnet. Dennoch betont Geschäftsführer Thomas Hörl: „Die Ernährung mit Bio-Produkten ist für uns kein Dogma. Auch in der Landwirtschaft gilt: Leben und leben lassen!“ Er möchte mit seiner Arbeit Anreize für einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln für jeden Einzeln schaffen ohne zu belehren.
Geschäftsführer Walter Lutz, der den Besuch zuvor über das Gelände und durch die Produktion geführt hatte, ist zufrieden mit der momentanen Betriebslage, die „Stimmung in der Wirtschaft werde besser, die Talsohle sei durchschritten“, lautet sein Fazit zur aktuellen Lage, auch wenn EU Vorgaben, beispielsweise durch das neue Lieferkettengesetz die bürokratischen Herausforderungen für die Verwaltung weiter verschärfen würden.
Beim Rundgang zeigte sich Landrat Eichinger beeindruckt von der durchdachten und fortschrittlichen Wirtschaftsdenke des Unternehmens: „Für uns ist es ein wichtiges Anliegen, erfolgreiche Betriebe wie die ISANA Naturfeinkost GmbH im Landkreis zu haben. Unternehmer wie Walter Lutz, Thomas Hörl und sein Team leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer dauerhaft zukunftsfähigen, weil ökologisch nachhaltigen, Entwicklung unserer Region“.
Wirtschaftsförderin Stella Altenburg stellte den Gastgebern zudem die Regionenmarke „Landsberg Ammersee Lech“ und die Möglichkeiten einer Markenpartnerschaft für ISANA / BIOVERDE vor - gerade vor den Kriterien einer Lizenzvergabe bietet sich die Firma natürlich besonders an, da sie beispielsweise Vorgaben wie „Die Verarbeitung der Produkte findet mehrheitlich im Landkreis statt“ erfüllt und mit ihrem nachhaltigen, ökologischen Wirtschaften den Werten der Regionenmarke voll entspricht.
Fotos: Landratsamt von links - Landrat Thomas Eichinger und Walter Lutz

