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Aufhebung der Stallpflicht

Geflügelhalter können aufatmen. Die bayernweite Aufstallungspflicht wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben

Das Landratsamt Landsberg hat die Aufstallungspflicht für Hausgeflügel sowie das Verbot von Geflügelmärkten, Ausstellungen und Veranstaltungen mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Im November 2016 war in Bayern die landesweite Stallpflicht und das landesweite Verbot von Märkten und Ausstellungen für Geflügel veranlasst worden. Diese Schutzmaßnahmen haben sich bewährt, denn die seither nachgewiesenen Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln waren in den letzten Wochen stark rückläufig. Auch beim Hausgeflügel wurden in den letzten Wochen keine weiteren Fälle nachgewiesen, teilt das Landratsamt mit.

Dies erlaube die Schutzmaßnahmen zu lockern. Beim erneuten Auftreten von Geflügelpest bei Wild- oder Hausvögeln, werden örtlich begrenzte Schutzmaßnahmen ergriffen. So wird bei Feststellung der Geflügelpest beim Wildvogel eine "Schutzzone" um den Fundort des Wildvogels eingerichtet.

Der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Michael Veith weist daraufhin, dass die Geflügelhalter die strengeren Hygienevorschriften bis 20. Mai zunächst weiterhin einhalten müssen. Darunter fallen unter anderem die Trennung zwischen Straßen- und Stallkleidung, das Händewaschen vor dem Betreten und nach dem Verlassen des Stalls. Aber auch Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren. Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder die sonstigen Standorte des Geflügels sind gegen unbefugten Zutritt zu sichern. Betriebsfremde Personen (Kinder, Besucher, Eierkunden usw.) und Haustiere (z. B. Hunde, Katzen) sind von den Ställen fernzuhalten. Gerätschaften und Fahrzeuge sind nach jeder Ein- oder Ausstallung zu reinigen. Auch die Schadnagerbekämpfung ist weiterhin durchzuführen.

Sollte Geflügelpest in Hausgeflügelbeständen festgestellt werden, wird ein Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet eingerichtet in denen Stallpflicht und Marktverbot zu beachten sein werden, so Veith.