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Verbesserte Kindertagespflege

Vorne rechts: Cornelia Lang / hinten links: Karin Rogotzki vom Amt für Jugend und Famlie Landsberg am Lech mit Teilnehmerinnen der Grundqualifizierung
Gruppenfoto Netzwerktreffen

Der Landkreis ist seit zwei Jahren zuständig - 75 kleine Kinder profitieren

75 kleine Kinder aus dem Landkreis Landsberg am Lech werden regelmäßig von Tagesmüttern betreut. Deren Arbeitssituation hat sich seit Beginn des letzten Jahres deutlich verbessert - zum Nutzen der Kinder.

Seit der Wiedereingliederung der Kindertagespflege in die Landkreisverwaltung zum 1. Januar 2017 hat sich Folgendes verändert: Der Tagespflege-Entgeltsatz stieg von 3,38 Euro auf 5 Euro pro Kind und Stunde; es gibt nunmehr verbindliche fachliche Richtlinien und Kooperationsverträge und somit einen weiteren Baustein der Qualitätssicherung. Die ebenso verbindliche Grundqualifikation der Tagesmütter (und -väter) wurde um Hospitationen und Praktika-Zeiten erweitert. Das Angebot zur verpflichtenden Weiterbildung ist nunmehr verdoppelt; die Auswahl treffen die Tagesmütter selbst.

Haben sich die Veränderungen bewährt? In einem Gespräch mit Tagesmutter Iris Bihlmaier aus Landsberg am Lech gibt es Antworten hierzu.
Frage: Frau Bihlmaier, was bewerten Sie als positiv, seitdem die Tagespflege wieder komplett durch das Landratsamt Landsberg am Lech verwaltet wird?
Bihlmaier: Positiv bewerte ich, dass ich einen zuverlässigen und fachlich kompetenten Ansprechpartner für meine Anliegen habe. Das heißt, alles aus einer Hand und immer ein offenes Ohr bei Komplikationen. Sehr erfreut sind meine Kolleginnen und ich über die Erhöhung des Tagespflegeentgelts, wobei hier ja noch Luft nach oben ist.

Frage: Zwischen September 2017 bis Mai 2018 führte das Landratsamt Landsberg am Lech zum ersten Mal eine Grundqualifizierung für Tagespflegepersonen durch. Sie waren dabei involviert, da einzelne Teilnehmer bei ihnen das erforderliche Praktikum absolvierten. Wie bewerten Sie das?
Bihlmaier: Das bewerte ich als sehr gut. Mir fiel es nach Beendigung meiner Grundqualifizierung schwer, ein Konzept zu erstellen. Jedoch war es sehr viel Theorie und kaum Praxis. Jetzt haben die angehenden Tagesmütter und -väter die Möglichkeit, durch das Praktikum, einen Tagesablauf zu erleben, mit allen Facetten, die der Alltag in der Kindertagespflege - mit bis zu fünf Kleinkindern - mit sich bringt.

Frage: Zum 1. September 2017 sind die "Fachlichen Richtlinien für die Förderung der Kindertagespflege" in Kraft getreten. Diese machen die Arbeit noch transparenter. Wie sehen Sie diese neue, für Ihre Arbeit wichtige Grundlage?
Bihlmaier: "Die fachlichen Richtlinien für die Kindertagespflege" sehe ich als eine sehr wichtige Grundlage für die Transparenz bei meiner Arbeit. Sie sichert die Qualität der Tagespflege. Pflegeerlaubnis, Qualifizierungen, Entgelte sind nur einige der wichtigen Eckpunkte, ergänzt durch Elternbeiträge und Kündigung. Dies hat auch positive Effekte für die Eltern.

Frage: Das Landratsamt Landsberg am Lech hat im Jahr 2018 zehn kostenfreie Veranstaltungen zu unterschiedlichen pädagogischen Themen angeboten. Wie gefällt Ihnen dieses Angebot?
Bihlmaier: Die Fortbildungen und das Angebot sind für mich mehr als ausreichend und sehr vielfältig. Ich nehme sie gern an. Vielen Dank für das Gespräch!

(Das Gespräch führte Cornelia Lang vom Amt für Jugend und Familie beim Landratsamt Landsberg.
Kontakt: 08191 129-1580 oder Cornelia.Lang@LRA-LL.Bayern.de.
Weitere Informationen: www.landkreis-landsberg.de/kinderbetreuung)

Im September 2019 startet die nächste Grundqualifizierung zur Tagespflegeperson im Landkreis Landsberg am Lech. Interessierte Personen können sich gerne unverbindlich bei Frau Cornelia Lang melden.