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Landsberger Trinkwasser ist von bester Qualität

Gemeinsame Stellungnahme vom Wasserwirtschaftsamt, Landesamt für Umwelt und Landratsamt Landsberg am Lech

In der vergangenen Woche hatte ein Bericht des Bayerischen Rundfunks, basierend auf einer Landtagsanfrage der SPD, bei der Bevölkerung für große Verunsicherung gesorgt. Darin wurde für den Raum Landsberg ein bis zu 2.800-fach erhöhter Wert für Per- und Polyfluorierte Chemikalien (PFC) genannt.

Bereits am vergangenen Freitag stellte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) klar, dass es sich dabei um Werte einer Bodenprobe handelt und nicht um Trinkwasser, für das für einige PFC ein Richtwert von jeweils 0,1 µg/l gilt. Die genannte Bodenprobe stammt von einem räumlich eng begrenzten Löschübungsbecken der Flughafenfeuerwehr, keinesfalls liegt im Raum Landsberg eine flächenhafte PFC-Kontamination vor.

Das Landratsamt Landsberg stellt in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden fest, dass das Trinkwasser nicht nur in der Stadt, sondern im gesamten Landkreis Landsberg am Lech bedenkenlos verwendbar ist.

Zur Vorgeschichte

Im Jahr 2013 wurden bei einer Probenahme des LfU im Quellwasser in Untermühlhausen (Gemeinde Penzing) PFC-Werte festgestellt. Anlass für diese Untersuchung waren erhöhte Werte im Grundwasser im Bereich des Flugplatzes in Penzing, der im weiteren Wassereinzugsgebiet der Quellen Untermühlhausen liegt.

Am Flugplatz wurden bis etwa 2003 Löschübungen mit PFC-haltigen Löschschäumen durchgeführt. Die Einspeisung des Wassers dieser Quellen in das Versorgungsnetz der angeschlossenen Gemeinden und Gemeindeteile (Untermühlhausen, Epfenhausen, Weil, Geretshausen, Petzenhausen, Beuerbach, Pestenacker, Mangmühle, Adelshausen) wurde daraufhin sofort beendet. Bis heute beziehen diese Gemeinden ihr Trinkwasser von anderen Quellen und Brunnen der Pöringer Gruppe.

Altlastensanierung

Aktuell arbeitet das für den Flughafen Penzing zuständige Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in enger Abstimmung mit den Fachbehörden vor Ort an einem Konzept zur Altlastensanierung im Bereich des Feuerlöschübungsbeckens am Fliegerhorst.