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Landrat Thomas Eichinger lädt zum fünften Unternehmerfrühstück

Foto Julian Leitenstorfer: Landrat Thomas Eichinger diskutiert mit Sabine Herold (Geschäftsführende Gesellschafterin DELO, Windach), Dr. Alfons Hätscher (Geschäftsführer Hirschvogel, Denklingen) und Dr. Tobias Wille (Geschäftsführer Hilti GmbH Industriegesellschaft für Befestigungstechnik, Kaufering) über aktuelle Herausforderungen der Wirtschaft.

Impulse aus der Region

Rund einhundert Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen am vergangenen Wochenende im Landratsamt Landsberg zur fünften Ausgabe des regelmäßig im Frühjahr und Herbst veranstalteten Unternehmerfrühstücks zusammen. Diesmal rückten die aktuellen Herausforderungen der regionalen Wirtschaft in den Mittelpunkt.

In drei Impulsvorträgen erfuhren die Gäste aus erster Hand, wie mit DELO, Hilti und Hirschvogel drei der größten Arbeitgeber des Landkreises, aktuellen Herausforderungen begegnen.

Sabine Herold berichtete, dass das Thema Fachkräftegewinnung und -Sicherung derzeit einen hohen Stellenwert bei DELO einnehme. Es gehe darum als Arbeitgeber auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen, sowohl im Rahmen von Teilzeitmodellen als auch beim Angebot an Weiterbildungen. Rund dreitausend Euro pro Mitarbeiter und Jahr investiere man bei DELO in Schulungen, etwa viermal so viel wie in der Industrie üblich.

Dr. Tobias Wille, seit August dieses Jahres Geschäftsführer des Produktionswerkes von Hilti in Kaufering, legte seinen Schwerpunkt auf das Thema Agilität. Ähnlich dem Profifußball, wo das Spiel in den letzten Jahrzehnten immer schneller wurde, müssten sich auch Organisationen fortlaufend verändernden Rahmenbedingungen anpassen, um zukunftsfähig zu bleiben.

Neben den Themen Fachkräftesicherung und Digitalisierung ging Dr. Alfons Hätscher, Geschäftsführer der Hirschvogel Gruppe  in Denklingen, auf das Thema E-Mobilität ein. Man profitiere bei Hirschvogel trotz Dieselgate von der anhaltend starken Nachfrage nach Verbrennungsmotoren weltweit. Gleichzeitig wisse man auch, dass über kurz oder lang Elektromotoren heutige Technologien ersetzen werden. Man investiere daher bewusst auch in die Entwicklung alternativer Bauteile in und außerhalb der Automobilindustrie und in neue Fertigungsverfahren wie dem Metall-3D-Druck.

Anschließende Diskussion

Den drei Vorträgen folgte eine von Landrat Eichinger moderierte Diskussion, in der auch das Publikum Gelegenheit bekam sich einzubringen. So fragte beispielsweise Gabriele Triebel, ab der kommenden Legislaturperiode im Bayerischen Landtag vertreten, die Unternehmer, wie man zur Frauenquote stehe. "Ich will als Führungskraft keine Quotenfrau sein, sondern nach meiner Qualifikation und Leistung beurteilt werden" machte Sabine Herold ihren Standpunkt deutlich. Tobias Wille pflichtete dem bei und ergänzte, dass man bei Hilti Wert auf Diversität im Management lege und den Frauenanteil in den letzten Jahren erhöht habe. Einig waren sich die Unternehmer in der positiven Bewertung des Wirtschaftsstandorts Bayern und des Landkreises Landsberg am Lech. Man fühle sich als Unternehmen wertgeschätzt und gut unterstützt, was mit Blick in andere Bundesländer nicht selbstverständlich sei.

Foto Julian Leitenstorfer: Landrat Thomas Eichinger diskutiert mit Sabine Herold (Geschäftsführende Gesellschafterin DELO, Windach), Dr. Alfons Hätscher (Geschäftsführer Hirschvogel, Denklingen) und Dr. Tobias Wille (Geschäftsführer Hilti GmbH Industriegesellschaft für Befestigungstechnik, Kaufering) über aktuelle Herausforderungen der Wirtschaft.