Kreisfeuerwehren trainieren im Brandübungscontainer

Einmaliges Projekt auf Bundesebene

Feuerwehrfrauen und -Männer aus dem Landkreis Landsberg am Lech haben an insgesamt fünf Tagen die Gelegenheit mit dem s.g. Brandübungscontainer unter sehr realistischen Bedingungen, und unter vollem Atemschutz trainieren. Das Bayerische Innenministerium und Landesfeuerwehrverband Bayern bieten den bayerischen Feuerwehren diese ganz besondere Trainingsmöglichkeit zu Sensibilisierung für Brände und Brandverläufe.

Es brennt und raucht gewaltig, auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums in Hofstetten. Grund dafür ist, dass an insgesamt fünf Tagen insgesamt 64 Feuerwehrfrauen und -Männer aus dem gesamten Landkreis die Chance haben unter optimalen und sehr realistischen Bedingungen zu trainieren.

"Dies ist ganz besonders wichtig für unsere jungen und noch etwas unerfahrenen Kameraden, denn in den letzten Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Das ist selbstverständlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig wird es dadurch - gerade für die jungen Kolleginnen und Kollegen immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen." freut sich Kreisbrandmeister Florian Buck, Ausbildungsleiter Atemschutz im Landkreis Landsberg am Lech. Außerdem ist Buck zuversichtlich, dass die nächste Übung mit dem Brandübungscontainer bereits im neuen Feuerwehrdienstleistungszentrum in Pürgen stattfinden kann.    

Mehr zum Konzept 

Ein feststoffbefeuerter Brandübungscontainer hilft, diese Ausbildungslücken zu schließen. Er soll die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze. Die insgesamt 1,2 Mio. Euro, die der Freistaat Bayern dafür investierte, waren gut angelegt. Denn mit dem Brandübungscontainer kann eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden.

Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können.

Das Projekt war zunächst auf vier Jahre angelegt, sodass insgesamt ca. 7.200 Atemschutzgeräteträger geschult werden konnten. Nun wird dieses erfolgreiche Projekt mit der Versicherungskammer Bayern fortgesetzt.

DAS PROJEKT: https://www.lfv-bayern.de/angebote/trainingsangebote/

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