Kick-Off Veranstaltung zur Markenentwicklung im Landkreis Landsberg am Lech

Landrat Thomas Eichinger begrüßt die „Markenentwicklungsgruppe“ zur Auftaktveranstaltung im Hotel Vienna House in Landsberg

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung treffen sich und diskutieren wie der Landkreis zur Marke gemacht werden kann

Um den Landkreis Landsberg am Lech auch langfristig als erfolgreichen Wirtschaftsstandort zu gestalten, beschloss der Kreistag im Juni die Entwicklung einer Regionenmarke. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben vom Freistaat Bayern durch die Modellförderung „Regionale Identität“.  Rund 40 Personen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung von Landrat Thomas Eichinger und brachten ihre Perspektive in das Markenentwicklungsprojekt ein – mehr lies die räumliche Kapazität in Corona-Zeiten nicht zu. „Sie bilden sozusagen die Spitze des Eisbergs“ so Eichinger, der die schwierige Herausforderung beschrieb eine Lenkungsgruppe personell zusammenzustellen, die möglichst allen Interessen gerecht wird.

Landrat Thomas Eichinger begrüßt hochkarätig besetzten Teilnehmerkreis.

So waren aus der Wirtschaft neben den Interessensvertretungen aus Kammern und Verbänden auch Unternehmerinnen und Unternehmer der größten Arbeitgeber im Landkreis dabei. Die große Kreisstadt und die Marktgemeinden Dießen und Kaufering waren mit Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, Bürgermeisterin Sandra Perzul und Bürgermeister Thomas Salzberger vertreten, Bürgermeistersprecher Christian Bolz vertrat die weiteren 28 Landkreisgemeinden. Seitens der Verwaltung waren Mitarbeiter aus Stadt und Landkreis, Tourismusverband sowie der Bundesagentur für Arbeit eingeladen.

Regionale Identität

Matthias Trepesch, im Bayerischen Staatsministerium für Finanzen und Heimat zuständig für das Referat Regionale Identität, erläuterte den Teilnehmern die Schwerpunkte der Heimatpolitik des Freistaats. Neben klassischen Themen wie dem kommunalen Finanzausgleich stünden auch Themen wie der Breitbandausbau, Behördenverlagerungen und die Strukturentwicklung auf der Agenda. Für viele Menschen habe zudem gerade in der aktuellen Corona-Pandemie der Heimatbegriff wieder an Bedeutung gewonnen.

Herausforderung Fachkräftemangel

Bernhard Lachner, Wirtschaftsförderer des Landkreises, fasste anschließend die Ausgangssituation zusammen. Eine Unternehmensbefragung im Frühjahr habe gezeigt, dass der Fachkräftemangel bereits heute oder mittelfristig von einer Mehrheit der Unternehmen als große Herausforderung gesehen wird. Die demographische Prognose für den Landkreis zeigt darüber hinaus, dass die Altersgruppen zwischen 18- und 65-Jährigen langfristig weiter schrumpft. Ein gezieltes Standortmarketing liege daher im Interesse aller politisch wie auch wirtschaftlich verantwortlichen Akteure, so Lachners Einschätzung.

Wirtschaft, Kultur und Tourismus unter einer Dachmarke

Einen Impulsvortrag über die Theorie und Praxis bei der Entwicklung von Regionsmarken gab Dr. Hubert Bratl von der Agentur invent in Wien. Bratl war federführend beim Aufbau der Marke „Allgäu“ und des „Donauries“ nördlich von Augsburg beteiligt. Auch diese Regionen werben mit einheimischen Betrieben als Markenbotschafter um Fachkräfte. Neben einer starken Wirtschaft und attraktiven Arbeitsplätzen, zählen dabei auch weiche Standortfaktoren wie die Verfügbarkeit von Wohnraum, kulturellem Angebot und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Ein entscheidender Faktor, so Bratl sei, dass eine Marke von den Akteuren vor Ort entwickelt und getragen werde.

Nur wenn die Marke ein authentisches Bild der regionalen Identität widerspiegele, könne diese sich nachhaltig in den Köpfen der Menschen verankern. In einer moderierten Gruppenarbeit hatten die Teilnehmenden abschließend die Gelegenheit Ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Gibt es überhaupt eine gemeinsame Identität im Landkreis Landsberg am Lech oder muss man die Region größer denken? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden und wie werden diese erreicht? Was charakterisiert die Region und wie hebt sie sich dadurch von anderen ab? Fragen wie diese sollen in den kommenden Monaten mit einer Partner-Agentur behandelt werden und in einer gemeinsamen Strategie münden.

Foto: Julian Leitenstorfer - Landrat Thomas Eichinger begrüßt die „Markenentwicklungsgruppe“ zur Auftaktveranstaltung im Hotel Vienna House in Landsberg

 

 

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