Hundehalter aufgepasst!

Im Landkreis Landsberg wurden erstmals bei einem Wildschwein Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) nachgewiesen

Bei einem in der Gemeinde Reichling erlegten Wildschwein wurden Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) nachgewiesen. Im Landkreis Landsberg am Lech handelt es sich dabei um den ersten positiven Fall bei Wildschweinen.

Das Hauptreservoir des Erregers der AK sind Schweine. Während die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland schon vor Jahren getilgt werden konnte, tritt sie bei Wildschweinen nach wie vor vereinzelt auf. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, jedoch können sich Hunde und Katzen infizieren. Bei ihnen verläuft die Erkrankung immer tödlich. Hauptinfektionsquelle für Hunde ist die Verfütterung von rohem Schweinefleisch oder der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen.

Das Veterinäramt ruft daher alle Jäger und Hundehalter zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Schwarzwild auf. „Insbesondere sollten Jagdhunde nicht in Kontakt zu erlegtem Schwarzwild kommen und ihnen auch nichts vom Wildbret und vor allem den Organen der Wildschweine zu fressen gegeben werden. Das „Scharfmachen“ der Hunde an erlegtem Schwarzwild sollte ebenso unterbleiben wie das freie Umherlaufen der Hunde am Streckenplatz“, so Dr. Michael Veith, Leiter des Veterinäramtes Landsberg.

Bei den immer notwendiger werdenden Bewegungsjagden kann der Kontakt zwischen Hund und Wildschwein nicht vollkommen vermieden werden. Doch wenn der Hundebesitzer den Kontakt des Hundes mit den Ein- und Ausschusswunden beim erlegten Schwarzwild schnellstmöglich stoppt, hilft das, das Übertragungsrisiko von AK-Viren zu senken, denn das Virus überlebt in erkaltetem Blut nur kurz.

Für alle Tierhalter gilt, kein rohes Schweinefleisch an Hunde und Katzen verfüttern  

Wie das Veterinäramt Landsberg am Lech mitteilt, wurde das Wildschwein im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings untersucht. Die stichprobenbasierten Untersuchungen, welche in Bayern seit 2012 vom LGL durchgeführt werden, zeigen, dass etwa 10 % der untersuchten Wildschweine Antikörper gegen den Erreger der Aujeszkyschen Krankheit aufweisen. Deutschlandweit gab und gibt es immer wieder Fälle von tödlich verlaufenden Ansteckungen insbesondere bei Jagdhunden.

 

 

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