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Helfen Sie Amphibien retten – LBV sucht Helfer

Anfang März beginnt sie wieder, die Wanderung von Frosch, Molch und Kröte

Anfang März beginnt sie wieder, die Wanderung von Frosch, Molch und Kröte zu ihren Geburtsgewässern. Dort werden sie selbst laichen und uns mit ihrem Gequake und Hüpfen erfreuen. Um eine Austrocknung zu vermeiden, nutzen die Amphibien die Nacht für ihren Weg. Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren, was vielen Tieren zum Verhängnis wird.

Sie werden nicht nur überrollt, auch der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn führt dazu, dass die Kröten zerquetscht werden oder die inneren Organe platzen. Letzteres geschieht bereits bei einer Geschwindigkeit von mehr als 30 h/km.

Amphibienwanderwege im Landkreis

Im Landkreis Landsberg am Lech gibt es mehrere Amphibienwanderwege, die stark befahrene Straßen kreuzen. An jeweils 10 - 15 dieser Strecken haben in den letzten Jahren Amphibienschutzmaßnahmen stattgefunden. Hier lässt die Naturschutzbehörde des Landratsamtes jedes Jahr Krötenschutzzäune und Warnschilder aufbauen und ruft die Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht auf.

Als Autofahrer sollten Sie die Warnschilder mit dem Zusatzzeichen "Krötenwanderung" beachten und unbedingt die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten. Auch als Rücksicht auf die Helfer, die in Kürze wieder im Einsatz sein werden.

Engagierte Bürger sorgen in Zusammenarbeit mit der Kreisgruppe Landsberg des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) und der Naturschutzbehörde des Landratsamts dafür, dass die Tiere sicher über die Straße kommen. Dazu werden entlang der Schutzzäune in regelmäßigen Abständen Eimer in die Erde gegraben, in die die Tiere fallen, wenn sie auf der Suche nach einem Durchlass dem Zaun folgen.

Die Helfer haben die Aufgabe über mehrere Wochen morgens und abends die Eimer zu kontrollieren und die gefangenen Amphibien auf die andere Straßenseite zu tragen. Die Zäune dienen ebenfalls der Sicherheit der Autofahrer. Ohne die Fangzäune würden massenhaft Amphibien getötet und zu stark rutschigen Fahrbahnen führen. Auch im eigenen Garten gibt es Fallen für die Tiere durch nicht abgedeckte Lichtschächte. Ohne menschliche Hilfe können die Amphibien nicht mehr rausklettern und verenden qualvoll. Ein regelmäßiges kontrollieren der Schächte und ein vorsichtiges Herausheben gefangener Tiere ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Noch besser: Die Schächte werden zeitig abgedeckt. Damit alle Strecken durchgehend betreut werden können, freuen wir uns auf weitere Helfer - auch wenn sie nur an einzelnen Tagen unterstützen können.

Es ist ein gutes Gefühl beim Frühlingserwachen der Natur draußen zu sein und gemeinsam mit Gleichgesinnten zahlreichen Tieren das Leben zu retten. In den letzten Jahren waren es übrigens oft über 16.000 Amphibien, die durch die Hilfestellung zu ihren Laichplätzen in Teichen und Tümpeln weiterwandern konnten. Die Zahl ist aber starken Schwankungen unterworfen. Einerseits sind auch Amphibien von Lebensraumverlust und Umweltgiften betroffen, andererseits können sich die Bestände an den betreuten Strecken oft stabilisieren.

Möchten Sie die Amphibienschützer unterstützen?

 Dann melden Sie sich bei der Geschäftsstelle des LBV Landsberg (Frau Schöpe-Harant) unter 08206 / 466 97 68. Wir freuen uns auf Sie.