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Gelungener Start im fremden Land

Von links: Anna Burmeister/Willkommen bei Freunden, Susann Schmid-Engelmann/Bildungskoordination für Neuzugewanderte, Dr. Christiane Hofbauer/Referentin, Sigrid Kröger/Pädagogische Qualitätsbegleiterin in Kitas, Matthias Schwert/graphic recorder
Matthias Schwert/graphic-recorder.eu
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Dialogveranstaltung fand mit 60 Fachkräften am 18.7.2018 im Landratsamt statt

"Eingewöhnung findet nicht statt" - diese Worte waren der Ausgangspunkt für die Dialogveranstaltung "Gelungener Start im fremden Land - Kinder von neuzugewanderten Familien in Kitas und Tagespflege", die am 18. Juli 2018 im Landratsamt in Landsberg stattfand.

60 Fachkräfte aus dem frühkindlichen Bildungsbereich waren der gemeinsamen Einladung von Sigrid Kröger, der Pädagogischen Qualitätsbegleitung in Bayern (PQB), und Susann Schmid-Engelmann, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, des Landkreises Landsberg am Lech gefolgt. In Kooperation mit dem Bündnis "Willkommen bei Freunden", einem Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, wurde im Vorfeld der Veranstaltung lange sondiert wie einerseits Weiterbildung und gleichzeitig Dialog zu diesem Thema gelingen kann.

Die nötige Fachexpertise brachte Dr. Christiane Hofbauer ein. Die promovierte Sprachwissenschaftlerin und Autorin des Buchs "Kinder mit Fluchterfahrung in der Kita - Leitfaden für die pädagogische Praxis" überzeugte als Rednerin bereits im Januar 2018 beim Fachtag "Wie gelingt Erziehung im Kontext unterschiedlicher Kulturen" in Landsberg mit lebensnahen Beispielen und Anregungen aus ihrer eigenen hauptamtlichen Arbeit als Fachkraft für Sprache. Dieses Mal richtete sich der Fokus ihres Impulsvortrags ganz auf die Bedeutung der Eingewöhnung für ein gutes Ankommen neuzugewanderter Kinder, egal ob mit Fluchthintergrund oder anderem Zuwanderungsgrund.

Im Anschluss luden die beiden Gastgeberinnen alle Anwesenden mit wechselnden Fragestellungen und in unterschiedlichen Gesprächskonstellationen ein mitzumachen oder einfach nur zuzuhören. Zunächst ging es im offenen Austausch darum, wie neuzugewanderte Eltern - und auch Helfer - bereits vor dem Start in der Kita oder bei einer Tagesmutter gut eingebunden werden können. Hier kamen Vertreterinnen aus Kitas, der Tagespflege, Asylverwaltung und auch eine ehrenamtlich Engagierte ins Gespräch. Anschließend ging es um gute Eingewöhnung aus Kinderperspektive und die Frage, wenn für die langsame Eingewöhnung schlicht keine Zeit ist und der Start trotzdem bestmöglich gelingen soll.

Der Austausch beförderte vielfältige gute Erfahrungen, offene Fragen, Gedanken und auch die Expertise der eingeladenen Fachfrau hervor. Das Bildprotokoll, das während der gesamten Dialogveranstaltung entstand, kann im Nachgang in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung als Arbeitshilfe oder Kommunikationsmittel rund um das Thema Eingewöhnung genutzt werden.

Im Winter wollen Schmid-Engelmann und Kröger an die Veranstaltung anknüpfen. Für beide Stellen erhält der Landkreis eine Förderung. Für die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und für die Pädagogische Qualitätsbegleitung durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.