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Forstfeuer müssen nicht mehr angemeldet werden

Bisherige Regelung hatte oft zu Fehlalarmierung geführt

Bei Wald- und Forstarbeiten anfallende Daxen, Astmaterial und Reisig werden von den Waldbesitzern meist im Wald verbrannt. Diese so genannten Forstfeuer sind bei Einhalten der entsprechenden Vorschriften grundsätzlich zulässig. Um Fehlalarmierungen der Feuerwehren zu vermeiden, gab es bisher die Regelung, dass Forstfeuer bei der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS FFB) angemeldet werden sollen.

Da es in Vergangenheit dennoch vermehrt zu Alarmierungen der Feuerwehr zu einem angemeldeten Forstfeuer kam, hat das Landratsamt Landsberg am Lech, in Abstimmung mit der ILS FFB, beschlossen, dass Forstfeuer ab sofort nicht mehr angemeldet werden müssen. Den Betreibern von Forstfeuern steht es aber weiterhin offen, die Durchführung eines Forstfeuers der ILS FFB rein informativ mitzuteilen.

Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, damit ein Forstfeuer keine Ordnungswidrigkeit darstellt und auch ein Feuerwehreinsatz im Falle einer Alarmierung nicht abrechenbar ist:

  • Es dürfen nur pflanzliche Abfälle verbrannt werden, die beim Forstbetrieb
    angefallen sind
  • Keine Verbrennung/Mitverbrennung von anderen Abfallarten
  • Das Verbrennen muss aus forstfachlichen Gründen erforderlich sein
  • Das Verbrennen ist nur außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und nur dort, wo die pflanzlichen Abfälle angefallen sind, zulässig
  • Das Verbrennen darf nur an Werktagen zwischen 06:00 und 18:00 Uhr stattfinden.
  • Das Feuer muss ständig beaufsichtig werden.
  • Bei Anbruch der Dunkelheit muss das Feuer vollständig gelöscht werden, auch die Glut.
  • Es darf keine erhebliche Rauchbelästigung verursacht werden
  • Die vorgeschriebenen Abstände zu Wohngebäuden, öffentlichen Verkehrswegen sowie zu sonstigen brandgefährdeten Gegenständen müssen eingehalten werden
  • Bei hoher Waldbrandgefahr darf das Feuer nicht entzündet werden
  • Bei auftretenden starkem Wind muss das Feuer sofort gelöscht werden