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Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut im Landkreis Fürstenfeldbruck

Weiterer Sperrbezirk im Landkreis Landsberg am Lech

Das Veterinäramt Landsberg teilt mit, dass nach Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in einem Betrieb in Türkenfeld im Landkreis Fürstenfeldbruck, auf Grund der Nähe des Ausbruchs zur Landkreisgrenze, auch im Landkreis Landsberg am Lech ein weiterer Sperrbezirk eingerichtet werden muss.

Betroffen ist der Ortsteil Beuern der Gemeinde Greifenberg, sowie Waldstücke im östlichen Gemeindegebiet von Geltendorf und Eresing. In diesem neuen Sperrbezirk werden für alle Bienenbestände ebenfalls bestimmte Vorsichtsmaßnahmen angeordnet. Die vorhandenen Bienenvölker werden auf das Vorhandensein des Erregers untersucht. Der Sperrbezirk bleibt dabei so lange bestehen, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind und ergeben haben, dass es keine weiteren Fälle gibt. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

Neues Sperrgebiet

Allgemeinverfügung

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

Eine Ausnahme von diesem Verbringverbot gilt allerdings u.a. für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist, sondern als Lebensmittel verwendet werden soll.

Allerdings weit das Veterinäramt auf Grund von verschiedenen Anfragen darauf hin, dass dies nur für den Honig selbst gilt. Die Waben die noch geschleudert werden müssen, dürfen dabei nicht aus den Bienenbeständen entfernt werden. Ein Schleudern von Honig ist daher nur direkt an Ort und Stelle in dem jeweiligen Bienenstand möglich. Außerdem dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Alle im Sperrbezirk ansässigen Imker werden aufgefordert ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen, die im Sperrgebiet vorhandenen Bienenstände beim Veterinäramt unter der Telefonnummer 08191-129-1374 zu melden, um diese umgehend amtstierärztlich untersuchen zu lassen.

Die Imker im gesamten Kreisgebiet sind dazu aufgerufen, den Gesundheitszustand ihrer Bienenvölker besonders kritisch zu beobachten und Auffälligkeiten dem Veterinäramt mitzuteilen. Bienenhalter, die sich bisher noch nicht beim Veterinäramt erfasst sind, werden aufgerufen ihrer Meldeverpflichtung nachzukommen.

Bei der amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Für den Menschen stellt die Erkrankung keinerlei Gefahr dar, und auch Honig kann ohne Bedenken verzehrt werden, denn der Erreger befällt ausschließlich die Bienenbrut.

Die Sporen des Krankheitserregers werden u. a. auch über Honigreste weiterübertragen, die von anderen Bienen aufgenommen werden. Insbesondere unverschlossene und ungenügend gereinigte Honiggläser können daher eine Ansteckungsgefahr für Bienen darstellen, da der Erreger auch in zahlreichen Handelshonigen vorkommt. So kann jedermann auch einen Beitrag zum Schutz der nützlichen Bienen vor dieser Seuchengefahr leisten, wenn Honiggläser gründlich ausgespült werden, bevor diese z. B. über Altglas-Container entsorgt werden

Weitere Informationen erteil das Veterinäramt Landsberg am Lech, unter der Telefonnummer 08191-129-1374.

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